Neues Projekt: Die Chronik der Herzlosen

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Wie im letzten Beitrag bereist angekündigt, habe ich mir in diesem Jahr vorgenommen, mehr über meine Schreibprojekte und deren Verlauf bloggen. Zu meiner eigenen Überraschung kommt bereits heute der erste Post. Überraschend deshalb, weil die Arbeit an meinem neuen Projekt überraschend gut läuft und ich bereits erste Ergebnisse vorweisen kann. Zum ersten Mal nach drei Jahren Arbeit an »Lost City Boys« widme ich mich endlich wieder einem neuen Schreibprojekt, das mich wirklich glücklich macht. Und ich habe eine Vermutung, woran das liegt.

Was ist dieses neue Projekt?

Nun, es könnte sich nicht stärker von »Lost City Boys« unterscheiden. Nach der ganzen Melancholie und der Düsternis einer Dystopie wechsle ich zurück zur Fantasy. Der vorläufige Titel: »Die Chronik der Herzlosen«. Sie soll eine Sammlung bunter Abenteuer werden (jedes so um die 10.000 Worte lang), wobei alle Geschichten miteinander verbunden sind und aufeinander aufbauen. Inspiration habe ich dabei sowohl bei »Peaky Blinders« und »Guardians of the Galaxy« gefunden. Eine große Portion »Ritter aus Leidenschaft« ist auch mit dabei (okay, eine sehr große). Es soll also lustig, bunt und actionreicher werden als bisher.

Im Mittelpunkt stehen die sogenannten Herzlosen.Hinter diesem Namen verbergen sich fünf Charaktere, die unterschiedlicher kaum sein könnten, aber eines gemeinsam haben: Sie haben einen Pakt mit dem Teufel geschlossen und ihr Herz gegen eine übernatürliche Kraft eingetauscht. In der »Chronik« will ich ihre individuellen Schöpfungsgeschichten erzählen. Und ein paar von den wilden Ideen zu Papier bringen, die mir seit mehr als einem Jahr im Kopf rumschwirren. Darunter zählen sowohl ein Gefängnisausbruch, ein Poetry Slam, ein Minenunglück und ein Derby zwischen zwei Elite-Universitäten.

Es ist genau das, was ich gerade brauche.

Das merke ich auch daran, wie gut mir die Texte von der Hand gehen. So sehr ich auch das Genre der Dystopie mag, ich bin an sich eher eine fröhliche Person und habe Freude an Sarkasmus, Situationskomik und absurdem Humor. Das wird sich in »Die Chronik der Herzlosen« deutlich niederschlagen und irgendwie gefällt mir dieser Gedanke ganz gut. Manch einer mag mir vorwerfen, das Buch würde dadurch seicht werden, aber das stört mich nicht. Zum ersten Mal seit einer Ewigkeit habe ich das Gefühl, im Einklang mit mit selbst zu schreiben. Ich verspüre wieder diese besondere Verliebtheit, die man als AutorIn für Projekte entwickelt, an denen das eigene Herz hängt und die ein Ausdruck des Ichs sind. Dieses Gefühl war mir in den letzten Jahren abhanden gekommen und hat viele meiner Texte für mich zu einer einzigen Qual gemacht.

Langsam verstehe ich, warum Ray Bradbury in seinem Buch »Zen In The Art of Writing« immer wieder unterstreicht, wie wichtig es ist, nach dem eigenen Geschmack zu schreiben. Seiner Meinung nach sollte – oder vielmehr muss – eine Geschichte Begeisterung im Verfasser/in der Verfasserin auslösen, wenn sie dasselbe bei ihren LeserInnen erreichen soll. Ich würde noch hinzufügen, dass Begeisterung notwendig ist, wenn der Autor oder die Autorin es über die Ziellinie schaffen will.

Ich bin momentan jedenfalls noch sehr euphorisch und freue mich darauf, in den kommenden Wochen immer mal wieder kleine Updates zur »Chronik der Herzlosen« hier teilen zu können. Damit das gelingt muss ich aber erstmal eins: Schreiben. Scrivener ist bereits offen und wartet darauf, mit neuen Worten von mir gefüttert zu werden. Kurz gesagt: Wir lesen uns bald wieder! 😉

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