Genre

SCIENCE-FICTION » DYSTOPIE

Verlag

BoD – BOOKS ON DEMAND

ISBN

978-3752-87340-5

Länge

110 SEITEN

Format

EBOOK

Erschienen

30. AUGUST 2018

Vor fünfzehn Jahren zerstörte eine blutige Revolution das Land. Am Ende blieb Nick und Albert nichts, als ihre Freundschaft. Nun müssen die beiden jungen Männer ihren Weg in einer Welt finden, die sie nicht verstehen. Während Nick alles tut, um seiner Familie einen Neuanfang zu ermöglichen, verliert sich Albert in einem Leben unter Gesetzlosen. In der Hoffnung, seinen Freund zu retten, reist Nick nach Norden in die Ruinen seiner Heimatstadt, ohne zu ahnen, welche Feuerprobe dort auf ihn wartet.

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— LESEPROBE —

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Deutschland, Herbst 2053

Die Landschaft veränderte sich, als sich der Expresszug der Sperrzone näherte. Das dichte Buschwerk wich zurück und überließ Moos und kranken Flechten das Feld. Die Farbe der Erde wandelte sich zu einem schlammigen Grau und weiße Flocken hingen wie Staub in der Luft. Der Anblick ließ mich frösteln, obwohl die Heizung über meinem Kopf dröhnend arbeitete und den Zug mit fiebriger Hitze erfüllte.

Ich sah auf die Welt hinaus und versuchte, mich zu erinnern, wie es hier in meiner Kindheit ausgesehen hatte. In meinem Kopf entstanden undeutliche Bilder von Spaziergängen im Schatten des Waldes, entlang endloser Felder voller Heidekraut. Die letzten Bruchstücke einer untergegangenen Zeit.

Ein Rumpeln ging durch den Zug, als er in den Checkpoint am Rande der Sperrzone einfuhr. Uniformierte Männer mit Maschinengewehren schritten den Bahnsteig ab. Ein Zugführer, den man leicht an seiner roten Arbeitskleidung erkennen konnte, begrüßte die Wächter und öffnete ihnen die Türen. Die Stiefel der Soldaten verursachten ein metallenes Poltern auf dem Boden, das mir durch Mark und Bein ging.

Ich betrachtete die übrigen Passagiere im Wagen. Schräg gegenüber hatte sich eine Frau mit ihren Habseligkeiten über mehrere Bänke ausgebreitet und hielt ein zappelndes Mädchen im Arm. Beide sahen krank und unterernährt aus. Ihre Kleidung war vom Dreck der Straße verkrustet und hatte die Farbe von feuchtem Kompost angenommen. Weiter hinten saßen zwei Männer in den dunkelblauen Overalls der Seetaucher. Sie saßen schweigend da und schienen weder von der Landschaft noch von ihren Mitreisenden Notiz zu nehmen. Die Anwesenheit der Wächter schien sie nicht im Geringsten zu beunruhigen.

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