Genre

FANTASY

Verlag

BOOKS ON DEMAND

ISBN-13

9-78374-8128-229

Preis

0,99 EURO

Länge

28 SEITEN

Format

EBOOK

Empfohlenes Alter

18 JAHRE

Erschienen

30.10.2018

Die Tochter von Senator Malkat wurde entführt. Doch anstatt das geforderte Lösegeld zu zahlen, wendet sich der Vater an eine Söldnergruppe, deren Name in ganz Mesembra Angst und Schrecken verbreitet: die Herzlosen. Sie sollen das junge Mädchen retten und sicher nach Hause zurückbringen. Doch als Rhennon und seine Gefährten den Entführern endlich auflauern können, ist die Zeit nicht auf ihrer Seite. Sie müssen schnell handeln, wenn sie ihren Auftrag erfüllen und das Geld für die Rettung einstreichen wollen.

Die Vorgeschichte zum Roman »Die Chronik der Herzlosen« gibt es exklusiv als Ebook– jetzt erhätlich bei diesen Anbietern:

AMAZON  ∙  BOD SHOP  ∙  iBOOKS  ∙  MAYERSCHE.DE  ∙  GOOGLE PLAY  ∙  KOBO  ∙  EBOOKS.DE

 


Inhaltswarnungen

ANZEIGEN »

Gewalt gegen Menschen
Mord
Verstümmelung
Suchtverhalten
Sexuelle Gewalt
Psychische Krankheiten


Leseprobe

JETZT REINLESEN »

Die Banditen hatten keine Ahnung, in welcher Gefahr sie schwebten. Sorglos rösteten sie zwei Kaninchen über einem Lagerfeuer und zerrissen die nächtliche Stille des Waldes mit ihrem gellenden Gelächter. Sie machten geschmacklose Witze, äfften die Todesschreie ihrer Opfer nach und berauschten sich am Rotwein, den sie in der Nacht zuvor einem reisenden Händler abgeknöpft hatten. Die Euphorie fachte ihren Übermut an. Rhennon und seine Gefährten beobachteten das Treiben im Lager von ihrem Versteck im Wald aus und lauschten den Fetzen von Trinkliedern, die der Wind zu ihnen herübertrug. Mit jeder schlüpfrigen Textzeile und jedem begeisterten Johlen, überkam ihn ein kalter Schauer. Zum Glück würde dieser Unsinn bald vorbei sein.
»Als ob sie wollen, dass wir ihnen den Garaus machen«, kommentierte Cerise finster.
Rhennon musterte die Frau, die neben ihm im Dickicht hockte und den Schein des Lagerfeuers keine Sekunde aus den Augen ließ. Sie hatte ihr dunkelblondes Haar zu einem kunstvollen Geflecht am Hinterkopf aufgesteckt und einen mit Pelz besetzten Umhang zum Schutz vor der Kälte umgelegt. In ihren mit schwarzer Kohle umrandeten Augen spiegelten sich Ekel und Entschlossenheit.
»Mich wundert, dass die Soldaten der Republik noch nicht auf diese Säcke aufmerksam geworden ist«, fuhr sie leise fort. »Sie sind ja nur schwer zu übersehen.«
Rhennon konnte ihr nicht widersprechen. Seit die Bluthändler, wie sich diese Strauchdiebe in ihrem Hochmut nannten, die Tochter von Senator Malkat aus dessen Stadthaus in Esquilin entführt und einen Brief mit einer lächerlich hohen Lösegeldforderung zurückgelassen hatten, waren sie mit ihrer Gefangenen von Ort zu Ort gezogen und hatten dabei eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Sie hatten Händler überfallen, Gasthäuser und Dorfschenken aufgemischt und unzähligen Leuten gewaltsam das Geld abgenommen, ohne sich im Geringsten darum zu scheren, ob sie auffielen oder nicht. Es war ein Kinderspiel gewesen, ihnen bis zu ihrem Versteck in den Wäldern zu folgen. Nun konnte Rhennon es kaum erwarten, endlich loszuschlagen und diesem Wahnsinn ein Ende zu bereiten.
»Du weißt doch, wie das läuft«, flüsterte er. »Die Republik hält sich von der Grenze fern, um Kämpfe mit den Grafschaften zu vermeiden. Solange das Gesindel in den Wäldern bleibt und sich nicht weiter in den Süden wagt, lässt das Militär sie in Ruhe.«
»Und das Gesindel kann machen, was es will.« Cerise schnaubte. »Wunderbar.«
»Wir kümmern uns darum.« Rhennon wies mit einer vagen Kopfbewegung in Richtung Lager. »Diese Idioten haben nicht mal Fallen aufgestellt. So viel Dummheit ist schon beinahe beeindruckend.«